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beuelerHOSPIZnachrichten
Aktuelle
Informationen aus der
Hospizarbeit, aus
Sozialpolitik, Medizin und Wissenschaft für unsere Mitglieder
und
Förderer.
Nr.
2/11, 23. September 2011
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Die Probleme bleiben
„in der Familie“
(bHn)
Das Bild bringen wir für den denkbaren Fall, dass ihn jemand
noch nicht
kennt: Das ist der junge FDP-Politiker Daniel Bahr (34), der im Mai
seinen nicht viel älteren Parteifreund Philipp Rösler
(38) als
Bundesgesundheitsminister abgelöst hat. Der wurde nicht nur
neuer
FDP-Vorsitzender,sondern auch Wirtschaftsminister, was er im Kabinett
von Christian Wulff in Niedersachsen schon einmal war. |
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Der bisherige
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle ist nun Vorsitzender
der
FDP-Fraktion. Im Gesundheitsministerium war Philipp Rösler
eine
doppelte Novität: Er war nicht nur der erste FDP-Politiker an
der
Spitze dieses Hauses, sondern auch der erste Arzt. Dass dieses
Ministe-rium eine wechselvolle Geschichte hat, ist an seinen
wechselnden Namen abzulesen.1961 als „Bundesministerium
für
Gesundheitswesen“ gegründet, wurde es 1969 dem
Ministerium für Familie
und Jugend eingegliedert. Nach seiner weiteren Umbenennung gab es seit
1986 das „Bundesministerium für Jugend,
Familie, Frauen und
Gesundheit“. 1991 erfolgte die Abspal-tung des
„Bundesministeriums für
Gesundheit (BMG)“, womit die ursprüngliche Trennung
der Ressorts wieder
hergestellt war. 2002 wurde das BMG um das
„Soziale“ erweitert und war
seitdem das „Bundesministerium für Gesundheit und
Soziale Sicherheit“.
2005 wurde es dann wieder auf den Gesundheitsbereich reduziert.
Der Papst
kommt – die Pflegereform noch nicht
(bHn) Die Verknüpfung der beiden Themen stand in den
„Nürnberger Nachrichten“. Unter
der
Überschrift „Pflegereform: Hoffen auf den
Papst“ war
dort zu lesen, dass der neue Bun-desgesundheitsminister am 23.9., dem
Beginn des Papstbesuches, „die längst
überfälligen
Eckpunkte für die Pflegereform vorlegen werde“.
Daraus wird
aber nichts, weil Minister Bahr bei den Koalitionspartnern CDU und CSU
noch „Beratungsbedarf“ sieht. Da er ein gutes
Er-gebnis
wolle, “sollten wir uns Zeit nehmen“. Am Ende komme
es
nicht auf eine oder zwei Wochen an. Wichtig sei ein gutes Ergebnis
für die Pflegebedürftigen und ihre
Angehörigen.
Patiententourismus
nach Deutschland
(bHn) Die Überschrift unter den
„Schlagzeilen“ auf
Seite 4 betrifft ein interessantes Thema. Wie die Hochschule
Bonn-Rhein-Sieg mitteilte, kamen 2009 etwa 180.000 Ausländer
als
Pa-tienten nach Deutschland. Ca. 70.500 Ausländer
ließen
sich an einer Klinik untersuchen, be-handeln oder operieren,
während ca. 105.000 „internationale
Patienten“
zur ambulanten Be-handlung kamen. Die reichen
„Scheichs“
stehen dabei nicht an der Spitze, sondern kommen erst auf Platz 15 des
Rankings der internationalen Gäste in deutschen Kliniken. Die
meisten ausländischen Patienten kommen (aus Termin- und
Kostengründen) aus den Niederlanden.
Mit
neuem Schwung aus dem Mutterschutz
(bHn) Dass Familienministerin Kristina Schröder ihre
„Baby-Pause“ beendet hat, ist auf der letzten Seite
zu
lesen. Dort steht auch, dass Frau Schröder die erste
Bundesministerin war, die während ihrer Amtszeit Mutter
geworden
ist. Ihre Arbeit im Kabinett hat Kristina Schrö-der am 12.
September wieder aufgenommen und deutlich gemacht, was ihr wichtig ist.
Dazu gehören das Betreuungsgeld, eine Frauenquote und ihre
Vorschläge zur Pflegereform.
Organspende
Vor
einem Jahr haben wir über einen Vorschlag von Volker Kauder,
des
Vor-sitzenden der CDU/CSU-Fraktion, berichtet, nach dem jeder
Bundesbürger bei der Ausstel-lung eines Personalausweises oder
eines Führerscheins befragt werden soll, ob er als
Organ-spender
bereitsteht. In diese Richtung zielt ein Gesetzentwurf, den die
NRW-Landesregierung jetzt im Bundesrat eingebracht hat. Statt einer
„Widerspruchslösung“, die NRW ablehnt,
will die
Regierung von Hannelore Kraft eine kompromissfähige
„Erklärungslösung“ erreichen.
Blaubeeren Passend
zum Herbstanfang hat sich die Gesundheitsbeilage der
„Welt“
mit den Blaubeeren befasst, die nicht nur gut schmecken, sondern denen
auch Heilwirkungen nachge-sagt werden. Forscher untersuchen vor allem
die sekundären Pflanzenstoffe, die den blauen Farbton ergeben.
Wie
es in dem Artikel heißt, liegt darin auch der Unterschied.
Wird
die Zun-ge blau, stammt die Heidelbeere aus dem Wald und ist
„wild“. Die Zuchtheidelbeere, die heu-te vielfach
verkauft
wird, ist zwar auch außen blau, hat aber ein helles
Fruchtfleisch.
Krebshilfe
Zu ihrem
neuen Präsidenten hat die Mitgliederversammlung der
Deutschen Krebshilfe den langjährigen WDR-Intendanten Fritz
Pleitgen gewählt. Bei der Versammlung war zu erfahren, dass
sich
die Einnahmen der Deutschen Krebshilfe aus Spenden, Beiträgen
zu
Zuwendungen 2010 auf 89,6 Mio Euro beliefen. Seit der Gründung
1974 hat die Organisa-tion aus der Bevölkerung rd. 1,75
Milliarden
Euro an Spenden und Zuwendungen erhalten.
Schmerzpatienten
Für die rund sechs Millionen Menschen, die in Deutschland
unter
chroni-schen Schmerzen leiden, ist Hilfe in Aussicht. In Tierversuchen
haben Forscher nachgewie-sen, dass chronische Schmerzen durch eine
„neue Generation“ von Schmerzmitteln gestoppt
werden
können. Die Forscher hoffen, dass diese Mittel in 8 bis 10
Jahren
verfügbar sind.
Urkasse Als
am
1.1.1884 das „Gesetz betreffend die Krankenversicherung der
Arbeiter“ in Kraft trat, wurde damit eine lange
geschichtliche
Entwicklung abgeschlossen. Die soziale Sicherung begann mit den
Knappschaften im Bergbau. Als „Taufschein“ gilt
eine
Urkunde vom 28. Dezember 1280, in der der Hildesheimer Bischof der
Sankt Johannes Bruderschaft am Rammelsberg seinen Schutz zugesichert
hat. Die Urkunde enthält schon konkrete Hinwei-se auf eine
„organisierte Sozialfürsorge“ für
kranke und
verunglückte Bergleute.
Überschüsse
Während sonst immer von Defiziten die Rede ist, haben die
gesetzlichen Kran-kenkassen im ersten Halbjahr 2011 einen
Überschuss von 2,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Grund
für
diese erfreuliche Entwicklung sind die gesunkenen Ausgaben für
Arzneimittel, deren Hersteller einen Preisabschlag von 16 Prozent
hinnehmen mussten. Gegen große Wi-derstände
durchgesetzt
hatte das als Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler.
Telefonseelsorge
Mit dem langjährigen Bonner Oberbürgermeister Dr.
Hans
Daniels hat die Telefonseelsorge Bonn/Rhein-Sieg seit kurzem einen
neuen „Stiftungs-Schirmherrn“. Rund 60
Gäste waren
dabei, als er die Urkunde unterzeichnete. Die Stiftung wurde 2009
gegründet, als eine Bonnerin der Telefonseelsorge bei ihrem
Tod rund 171.000 Euro vermachte.
Missbrauchsgebühr
Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe hat
die
Pläne verteidigt, eine „Missbrauchsgebühr
einzuführen. In offensichtlich „aussichtslosen
Fällen“ soll die weitere Prüfung einer
Verfassungsbeschwerde von einer „vorgezogenen“
Gebühr
ab-hängig gemacht werden, was bis zu 1200 Verfahren im Jahr
betreffen könnte Da für die Ge-bühr ein
Gesetz
erforderlich wäre, bleibt die Entwicklung abzuwarten.
Aus der Arbeit des Beueler
Hospizvereins berichten
die Vorsitzende Bettina Gummel und
die Koordinatorin Dr. med. Silvia
Link
Mit Freude können wir mitteilen, dass unser neues Projekt Trauerbegleitung
im Juni erfolgreich gestartet ist. Wir hoffen sehr, dass es weiter so
gut angenommen wird und in Beuel zu einer festen Institution wird.
Neben der Einzeltrauerbegleitung gibt es nun an jedem 2. Samstag im
Monat von 10 Uhr bis 11.45 Uhr ein Trauercafé im Jugendheim
in
Beuel-Mitte. Das Trauercafé
ist für alle Menschen offen und kostenfrei. Wir
möchten damit
einen geschützten Raum anbieten, in dem die Teilnehmerinnen
und
Teilnehmer den schmerzlichen Weg der Trauer ein Stück
gemeinsam
gehen und dabei Unterstützung finden.
Um genügend Begleitung
anbieten zu können, werden einige unserer Hospizhelferinnen
und
–helfer in den nächsten Monaten eine ca.
30stündige
Fortbildung zum Thema „Abschied und Trauer“
absolvieren.
Hier sind wir wieder einmal sehr dankbar, dass Sie eine solche
Zusatzausbildung mit Ihren Spenden und Mitgliedsbeiträgen
ermöglichen. Auch ein Wochen-endseminar zu diesem Thema
für
das ganze Helferteam in Röttgen war dank Ihrer Hilfe
möglich.
Dankbar sind wir auch, dass unsere hospizliche Arbeit in Beuel so gut
angenommen wird. Schon jetzt haben wir die Zahl der Begleitungen des
gesamten letzten Jahres erreicht. Und auch die Gruppe der
Ehrenamtlichen in der Seniorenbegleitung
ist weiter gewachsen und die Ehrenamtlichen sind gerne im Einsatz.
Schon heute möchten wir Sie auf unsere nächsten Veranstaltungen
hinweisen. Am Dienstag, 11.10.2011 möchten wir Sie um 19.30
Uhr einladen in die St. Paulus-Kirche zum Benefizkonzert mit Beueler
Chören:
Mendelssohn-Chor (Ltg.: Marita Hersam), Vocal Joy (Ltg.:
Martin
Wanner), Chor „Haste Töne" (Ltg.: Hubert Arnold). Am
Montag,
24.10.2011 wird um 19.30 Uhr in der Versöhnungskirche in
Beuel-Mitte Herr Prof. Dr. med. Frank Jessen (Klinik und
Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Uni Bonn) zum
Thema "Demenz“
sprechen.
Und auch ein Blick ins nächste Jahr, in dem wir unseren „10.
Geburtstag“
feiern werden, sei gestattet. Wir freuen uns, dass am Dienstag,
31.01.2012 um 19.30 Uhr in der Versöhnungs-kirche in
Beuel-Mitte
Herr Prof. Dr.med. Yon-Dschun Ko, Chefarzt der internistischen
Onkologie des Johanniter-Krankenhauses Bonn, über das
onkologische
Zentrum Bonn aus Sicht eines Patienten berichten wird.
Der Festakt
wird am Freitag,
16. März 2012 um 20 Uhr in der Versöhnungskirche in
Beuel-Mitte mit Andreas Etienne als Gast stattfinden.
Mit der Hoffnung, bei diesen Veranstaltungen viele unserer Mitglieder,
Freunde und Förderer zu treffen, grüßen Sie
herzlich
Herzlich grüßen Sie
Ihre Bettina Gummel und Silvia Link
Für
Kontakte:
Sprechstunden im Hospizbüro Neustraße 4
(Ev. Gemeindezentrum):
Donnerstag von 8.00 bis 11.00 Uhr und freitags von 15.30 bis
18.00 Uhr.
Tel. 42 243 44, Fax: 42 243 45,
E-mail: hospizbuero@beueler-hospizverein.de
Homepage:
www.beueler-hospizverein.de
Herausgeber: Beueler
Hospizverein,
Neustraße 4, 53225 Bonn,
Tel. (0228) 42243 44, Fax:
42243 45
Konto: 44990 Sparkasse
KölnBonn, BLZ 370 501 98,
Redaktion: Günter
Pätz, Tel. (0228) 480253, Fax: 483349
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